Wer loslässt, hat die Hände frei. Das gilt auch und insbesondere im Arbeitsleben.
Ich war bei der Buchvorstellung meiner Freundin Susanne Westphal und ihrem neuen Buch (das 7. 🎉) 
„Loslassen – So schaffst du Platz für das wirklich Wichtige im Arbeitsleben“.
Gleich zu Beginn dieses Satz von Hape Kerkeling:
„Jeder Mensch sucht nach Halt. Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen.“

Das sitzt. Weil wir im Job oft genau das Gegenteil tun: Wir halten fest, an Projekten, die durch sind, an Teams, die nur noch Kraft kosten, an Routinen, die niemand mehr braucht. Hauptsache, der Kalender ist voll.
Susanne zeigt sehr konkret, was wir da alles mit uns herumschleppen: die Sehnsucht nach Applaus, Rechthaberei, Perfektionismus, Zeitfresser, „zu nette“ Zusagen. Und sie erinnert daran, dass Loslassen nicht Fallenlassen heißt, sondern eine Form von Selbstführung: bewusst entscheiden, was bleiben darf und was gehen darf.

Für Change und Führung ist das eine essentielle Kompetenz: In jeder Transformation reden wir über das Neue, viel seltener über gute Enden. Dabei brauchen Teams genau das: klare Abschlüsse,, saubere Schnitte, statt halbgare „läuft irgendwie weiter“-Projekte. Sonst bleibt die Energie im Gestern stecken. Und ja: auch wertschätzende Kündigungen von beiden Seiten finden sich im Buch, da hat die wundervolle Tanja Herrmann-Hurtzig beratend zur Seite gestanden.

In unseren Begleitungen setzen wir gern die Tipps von Susanne um, zum Beispiel mit der Papierkorbübung: Alles, was nicht mehr dient, kommt sichtbar auf Zettel und wandert bewusst in den Papierkorb. Klingt simpel, löst in Teams und bei Führungskräften jedoch oft neben anfänglicher Angst eine spürbare Erleichterung aus. Plötzlich ist wieder Platz im Kopf, im Kalender und im System.

Susanne zitiert da treffend Erich Fromm mit den Worten: „Kreativität erfordert den Mut, Sicherheiten loszulassen.“ Für Organisationen heißt das: Wer wirklich Neues will, muss bereit sein, Altes nicht nur umzubenennen, sondern loszulassen, mit Haltung, Humor und einem klaren Blick darauf, was bleiben soll.

Was dürftest du im Arbeitsleben loslassen, damit wieder Platz für das wirklich Wichtige entsteht, bei dir, in deinem Team, in deiner Organisation?

Institut für Arbeitslust #buchempfehlung

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