Was wolltest du als Kind werden? Und wie viel davon steckt heute noch in dir?

Über diese Frage habe ich mich in letzter Zeit öfter mit Nina Zolezzi ausgetauscht. Unter anderem bei einem Abendessen mit einer Freundin, die heute tatsächlich genau das tut, was Nina früher einmal werden wollte (und auch geworden ist, aber nicht in dem Beruf arbeitet) und zuletzt bei der Buchvorstellung von Lena Wittneben zu ihrem empfehlenswerten Buch „Ganz gelassen unperfekt“. Und wie aus Zufall stellte Lena am gleichen Abend die Frage auch noch mal, nur in einer etwas anderen Variante:

Wenn du alles werden könntest – und Zeit, Geld und Wissen keine Rolle spielten: Was würdest du heute tun?

Ich wollte übrigens als Kind Ärztin werden. Genauer gesagt: Neurologin bzw. „Hirnchirurgin“, wie ich damals sagte. 😄 Oder Gynäkologin mit Schwerpunkt Neonatologie. Fragt mich nicht, wie ich darauf kam, wahrscheinlich hatte ich mal wieder viel zu tief in der Apothekerzeitung meiner Mama gestöbert, ihre Fachliteratur fand ich, seit ich lesen konnte, immer faszinierend. Mein zweiter Berufswunsch nahezu gleichwertig (aber zeitlich etwas später): Journalistin.
Letzteres ist zumindest Realität geworden. Als ehemalige Unternehmenskommunikatorin und auch als Transformationsbegleiterin gehören Fragen stellen, zuhören, recherchieren, Zusammenhänge erkennen und Geschichten erzählen seit vielen Jahren zu meinem Beruf.

🧠 Und das Hirn? Das ist auf einem Umweg wieder bei mir gelandet. In den vergangenen Jahren bin ich noch einmal tief in die Neuropsychologie bei Damir del Monte und in die Emotionspsychologie bei Dr. Dirk W. Eilert eingetaucht. Heute operiere ich keine Gehirne. 😉 Und trotzdem beschäftige ich mich täglich damit, wie Menschen denken, fühlen, entscheiden und sich verändern.

Im Change.
Im Coaching.
In der Arbeit mit Führungskräften und Teams.

Manchmal verschwinden unsere frühen Berufswünsche also gar nicht vollständig. Vielleicht liegt in ihnen etwas Grundsätzlicheres: eine Neugier, ein Interesse, eine Sehnsucht danach, etwas zu verstehen oder zu bewirken.
Und manchmal findet genau das seinen Weg in unser Leben, nur unter einer völlig anderen Berufsbezeichnung.

Und ich bin vor allem neugierig:
Was wolltest du damals werden – und was davon ist heute noch in deinem Leben zu finden?

Und die zweite Frage ist fast noch spannender:
Wenn Zeit, Geld und Wissen keine Rolle spielten: Was würdest du heute wählen? Danke Lena für die Inspiration

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