Vielleicht ist Co-Regulation die unterschätzteste Leadership-Kompetenz unserer Zeit.
Ein aktuelles Perspective Paper in Frontiers in Neuroscience von Giada Lettieri, Lucca, verbindet erstmals sehr klar:
🧠Hyperscanning-Forschung
💡Interozeption
👯♀️physiologische Synchronie
🧠soziale Neurowissenschaft
🫂sowie Embodiment- und Co-Regulationsansätze
und leitet daraus ein neues Rahmenmodell sozialer Interaktion ab.
Die zentrale Idee:
Verbindung entsteht nicht primär durch Kommunikation, sondern zwischen Gehirn-Körper-Systemen.
Herzrate. Atmung. Aufmerksamkeit. Nervensystem-Regulation. Interozeption.
Besonders spannend finde ich dabei den Fokus auf Interozeption: also die Fähigkeit, die eigenen inneren Körpersignale wahrzunehmen, einzuordnen und zu regulieren. ❤️ Innen-Spüren als Veränderung für soziale Interaktion. ❤️
In unserer Embodiment meets Coaching-Ausbildung in der Eilert Akademie | The Science of Emotions ist Interozeption deshalb ein zentraler Bestandteil. Mit der AWARE-MAP haben wir sogar ein eigenes Modell und einen Selbsttest entwickelt, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre innere Wahrnehmung bewusster zu verstehen und zu entwickeln.
Grad für Coaches ist dies wichtig, da Coaching und unser wichtigster Wirkfaktor, die transformative Allianz, nicht nur über Sprache wirkt. Sondern über:
⭐️ Co-Regulation
⭐️ Präsenz
⭐️ Sicherheit
⭐️ Resonanz
⭐️ Nervensystem-Zustände bzw. Flexibilität
Und wie wir jetzt wissen auch über unsere eigene Innenwahrnehmung. Hoch spannend auch in der Verbindung mit der Forschung und der Relevanz der Impathie im C-FEP Modell (Core Functions of Emotion Processing) von Dr. Dirk W. Eilert nach Prof. Dr. phil. Stefanie Neubrand. Wir arbeiten immer mit dem gesamten System eines Menschen, nicht nur mit dem Kopf.
Und ehrlich gesagt glaube ich: Das wird auch für Leadership immer relevanter. Denn in Zeiten von KI, Dauerveränderung und hoher Komplexität wird die Fähigkeit zur Selbstregulation und damit zur Co-Regulation zu einer zentralen Führungsqualität.
Menschen folgen nicht nur Strategien. Sie folgen Menschen. Und Nervensystem-Zuständen.
Was denkt ihr darüber?
Danke an John Walter für den Impuls zu diesem spannenden Paper in deinem tollen Post.
https://www.frontiersin.org/journals/neuroscience/articles/10.3389/fnins.2026.1771470/pdf