„Ach wunderbar, mit Dir als Konfliktmediatorin können wir den Streit dann ja endlich mal ganz sachlich klären und nicht so emotional.“ Ein Satz, den ich grad wieder einmal gehört hab. Und jedes Mal denke ich: Äh, nee, eigentlich das Gegenteil.

Denn ja: Mediation startet oft damit, erstmal die Fakten zu sortieren: Was ist passiert?

Dann passiert das allerdings das Entscheidende.Wir gehen weg von der Oberfläche und hinein in das, was darunter liegt:
👉 Was hat das bei dir ausgelöst?
👉 Wie hast du dich dabei gefühlt?
👉 Welches Bedürfnis wurde verletzt?

Konflikte sind eigentlich nie sachlich. Sie sind emotional aufgeladene Geschichten mit unerfüllten Bedürfnissen im Kern. Genau deshalb ist professionelle Konfliktmediation so wirksam.

Wir schauen natürlich durch die Struktur der Gesprächsführung, dass es sich nicht wieder hochschaukelt. Mediation und auch andere Konfliktmethoden sind für mich extrem verlangsamte Dialoge.
Und gleichzeitig Raum schafft für das, was sonst keinen Platz bekommt: Emotionen. Emotionen als Hinweisgeber. Denn Emotionen zeigen uns ziemlich präzise, wo es wirklich weh tut, welche Bedürfnisse verletzt sind.

Wenn diese sichtbar und besprechbar werden, können am Ende auch tragfähige, „sachliche“ Regelungen oder gar Lösungen entstehen. Tun sie auch meist. Allerdings: Nicht trotz der Emotionen, sondern wegen ihnen. Wir brauchen wirklich ein neues Emotionsverständnis in Unternehmen: mit Emotionen, nicht ohne sie.

HashtagLeadership HashtagKonfliktmanagement HashtagMediation HashtagEmotionen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert