Teams verändern sich heute schneller als früher Beziehungen entstehen konnten. Und genau das merken wir gerade in vielen Veränderungsprojekten, die wir mit dem Team begleiten.
Menschen kommen neu dazu. Andere gehen wieder raus. Teams werden neu zusammengemischt. Rollen und Arbeitsweisen im Unternehmen verändern sich.
Und natürlich erwarten die Organisationen auch im Change schnell wieder Leistungsfähigkeit. Unter Veränderungsdruck entsteht Team allerdings nicht von allein.
Das psychologische Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit ist in solchen Phasen oft massiv aktiviert. Wo ist mein Platz? Wie sicher ist das hier? Wem kann ich vertrauen? Wie arbeiten wir eigentlich zusammen?
Klarheit, Strukturen und Rituale helfen hier. Sonst kostet es einfach unglaublich viel Energie und hat auch Spätfolgen, die wir öfter in den Gruppen-Konfliktmediationen erleben.
In Veränderungsprojekten steuern wir das Thema „leistungsfähiges Team“ sehr aktiv. Für einen Kunden haben wir vor ein paar Jahren „T-Shirt-sizes“ für Teammodule entwickelt. Manchmal über größere Teamworkshops (2 Tage XL und 1 Tag L). Viel lieber und öfter allerdings ganz oft über kleine, pragmatische Formate, die die Teams in den Alltag einbauen können (von 4 Stunden M bis zum kleinen XS-Format in Teammeeting). Moderiert von den Führungskräften und Agile Coaches selbst.
Das ist tatsächlich meine Lieblingsvariante. Konkrete, machbare Interventionen für echte Team-Meetings. Mit Miro und flexiblen Anleitungen von uns.
– gemeinsame Ziele schärfen mit Tight Loose Tight (Rune Ulvnes)
– Rollen und Erwartungen klären (hier liebe ich die unFIX Interventionen)
– bewusst gemeinsame Erfolge sichtbar machen (Erfolgswand)
– psychologische Sicherheit stärken
– Zusammenarbeit, Informationsflüsse & Schnittstellen klären
– Stärken herausheben mit verschiedenen Methoden
Leistungsfähige Teams entstehen über gemeinsames Verständnis, Klarheit, funktionierende Zusammenarbeit. Also über Dinge, die aktiv aufgebaut und begleitet werden. Und zwar möglichst früh.
Je schneller Teams Orientierung, Verbindung und gemeinsame Teamkognition entwickeln, desto schneller entsteht auch wieder Wirksamkeit.
Deshalb schauen wir in Veränderungen immer sehr bewusst auf die Rolle der Führungskräfte. Unter anderem inspiriert durch Gedanken aus „Impeccable Leadership“ von Frits Wilmsen. Teams brauchen zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedliche Arten von Führung. Mal mehr Orientierung.
Mal mehr Struktur. Mal mehr Verbindung. Mal mehr Konsequenz.
Die eigentliche Kunst liegt darin, zu erkennen, was das Team gerade braucht und das nicht dem Zufall zu überlassen. Denn Teamfähigkeit entsteht vor allem
durch aktive Führungsarbeit.
Wie erlebt ihr das aktuell?
Werden neue Teams in Veränderungen bei euch eher „sich selbst überlassen“ oder bewusst aufgebaut?
HashtagLeadership HashtagChange HashtagTransformation HashtagTeamentwicklung