Simple, but often not easy: Eine offene (virtuelle) Tür. Aktives Zuhören. Zeit und Raum für Fragen und Wünsche.

Im Rahmen unserer „Feel the Change“-Woche haben wir letzte Woche viele Formate genutzt: regionale virtuelle Workshops rund um die Welt, lokales Zusammenkommen in Team mit und ohne Agenda und vor allem gemeinsames Essen, interaktive und co-kreative Arbeit über zukünftige Prozesse, Zusammenarbeit und Organisation
Die Kolleg:innen konnten eine mögliche Zukunft „erleben“, ihre Ideen einbringen, ihre Wünsche formulieren und beschreiben, was ihnen in der zukünftigen Organisation wichtig ist.

Und dann gab es noch ein anderes Format.
Open Door Sessions. Ein virtueller Raum (also eigentlich mehrere virtuelle, wegen der Zeitzonen und Sprachen). Zeit. Und die Einladung: Kommt vorbei mit euren Fragen und Wünschen. Das Projektteam hat sich wechselnd Zeit genommen, der Projektleiter immer.

Die Agenda entstand durch die Menschen, die hereinkamen. Durch ihre Gedanken, ihre Unsicherheiten, ihre Perspektiven. Manche wollten (tiefe) Details zu Veränderungen verstehen. Manche noch mal Dinge betonen, die ihnen wichtig sind, Wieder andere wollten einfach hören, wohin die Reise geht, selbst wenn vieles noch nicht klar ist (da später gemeinsam erst die Antworten gefunden werden).

Für mich war das Wertvollste daran etwas sehr Einfaches – oder wie man im Englischen treffender ausdrücken kann – „Simple, but not easy“:
Zuzuhören. Ohne Folien. Ohne Moderationsplan. Als Projektleiter zu sagen: ich weiss es nicht. Offenheit, Annahmen teilen, Unsicherheiten zugeben, erklären wie wir gemeinsam zu Antworten kommen, wie wir uns Zeit nehmen, manches Schritt für Schritt auch erst im neuen Betrieb zu entwickeln und weiter zu iterieren.

Wir wissen, wie kraftvoll solche offenen Räume sein können. Dialog. Und dennoch – und mal ganz wirklich wirklich ehrlich: Wie oft nehmen wir uns wirklich die Zeit dafür? Planen sie aktiv im Projektplan ein? Überzeugen erstmal eine Menge Menschen (und überwinden kulturelle Akzeptanzhürden)? (War hier Gott sei Dank nicht so). Ich freue mich jedes Mal, wenn diese Vorschläge angenommen werden. Denn im Change ist vieles Beziehungsarbeit.

Wir haben beschlossen:
Diese Sessions wird es wieder geben. Nicht perfekt geplant. Dafür echt.

💬 Mich interessiert:
Wann hast du zuletzt bewusst Raum für Fragen geschaffen – ohne Agenda?

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