Schnittstellen. Oder: Wo aus „Bei uns läuft’s!“ plötzlich „Ja, wenn DIE mal …“ wird. Also wird es Zeit für Schnittstellen-Werkstätten.

Genau darüber sprach ich kürzlich mit einem durch uns begleitenden Teams. Innerhalb der Teams ist in der Entwicklung schon richtig viel passiert. Vieles können und wollen sie selbst weiterführen. Allerdings ruckelt es grad an anderer Stelle: die Schnittstellen. Unterschiedliche Sichten und Perspektiven auf Ziele. Unterschiedlicher Druck. Andere Arbeitsweisen. Andere Erwartungen. Und manchmal erstaunlich unterschiedliche Vorstellungen davon, was „rechtzeitig“, „vollständig“ oder „eigentlich klar“ bedeutet. Von „Das macht ihr doch eben mal so mit“ ganz zu schweigen.

Irgendwann kam deshalb die Frage: „Carolin, brauchen wir für die Schnittstellen-Workshops eigentlich dich?“ Meine Antwort: Nö. 😄 Zumindest nicht automatisch.

Ich bin ein riesiger Fan davon, Menschen nicht dauerhaft Beratung zu verkaufen, sondern ihnen Dinge an die Hand zu geben, mit denen sie selbst weiterkommen. Also habe ich eine Schnittstellen-Werkstatt zum Selbermoderieren für meinen Kunden gebaut. Vier Stunden, zwei Teams und im Kern ein paar ziemlich einfache Fragen: Was schätzen wir? Was müssen wir über die Arbeitswelt der anderen verstehen? Was brauchen wir voneinander? Und worauf wollen wir uns ab morgen konkret verlassen können?
Am Ende stehen wenige, dafür sehr konkrete Schnittstellen-Handshakes und vor allem kleine Experimente, die nach einigen Wochen gemeinsam überprüft werden. Und wenn es doch den Monsterprozess braucht, nehmt halt den, braucht es aber nicht.

Und ja: Wenn niemand intern moderieren will, es schon ordentlich verhakt ist, alte Geschichten mit am Tisch sitzen oder das ganze doch komplexer in der Ausgangslage ist, dann ist eine neutrale Moderation durchaus sinnvoll. Auch wenn man es einfach nur so möchte. Dann kommen wir sehr gern dazu. Ansonsten gilt: Macht selber. Getreu dem Pippi-Motto: Das haben wir noch nie so gemacht, wird schon gut werden 😉

Denn für mich ist das auch ein Qualitätsmerkmal guter Beratung und Prozessbegleitung: Menschen so auszustatten, dass sie uns für möglichst viele Dinge nach einer gewissen Zeit nicht mehr brauchen.

Übrigens finde ich das Thema nach guten Lösungen bei Schnittstellen grad nicht nur bei einer Begleitung, sondern ziemlich häufig in sehr vielen. Deswegen meine Frage heute:

Wo knirscht es bei euch mehr: im Team oder zwischen den Teams? Und wie geht ihr das an?

#Schnittstellen #Teamentwicklung #Organisationsentwicklung #Leadership #Zusammenarbeit #Change #Transformation #Führung

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