Ich war zu Gast bei meiner wundervollen Kollegin Bettina Seidel-Whitelaw von der BCA Business Coaching Akademie GmbH & Co. KG im Podcast Gedankenspaziergang.

Was passiert eigentlich in uns, wenn Veränderung unsicher wird?

Neuropsychologisch ist die Antwort klar:
Unser Stresssystem übernimmt. Nicht nur die Amygdala schlägt Alarm im limbischen System. Der präfrontale Kortex – zuständig für Klarheit, Reflexion und gute Entscheidungen – tritt erstmal in den Hintergrund.

Das Ergebnis? Wir reagieren schneller, emotionaler, oft auch unbewusster. Führung wird teils schwieriger.

Denn zwischen Reiz und Reaktion gibt es diesen einen Moment. Da liegt der Raum.
(Das Zitat wird immer noch Viktor Frankl zugeschrieben, von wem es allerdings nun wirklich kommt, weiß ich auch nicht). Nichtsdestotrotz: die moderne Forschubg rund um HRV und Neuropsychologie bestätigt: Dieser Raum ist trainierbar.

Was hilft konkret?

⭐️Bewusstes Innehalten (auch wenn es nur 10 Sekunden sind)
⭐️ Körper regulieren: Atmung, Bewegung, Erdung
⭐️ Emotionen und Gefühle haben und benennen statt „sie zu sein“
⭐️ Fokus verschieben: unter anderem mit Fragen „Was ist jetzt wirklich wichtig?

Das klingt einfach. Easy but not simple. Und genau darin liegt die Herausforderung: es im richtigen Moment zu tun.

Für Führung bedeutet das: Selbstführung ist keine „Soft Skill“-Disziplin.
Sie ist die Grundlage für wirksames Handeln in komplexen Zeiten. Je besser ich mich kenne und wie Bettina sagte „schon in ruhigen Zeiten“ übe, um so leichter in unsicheren Zeiten fällt es mir dann.

✨ Danke dir, liebe Bettina, für den Raum, die Tiefe und dieses ehrliche Gespräch.

🎧 Wenn du verstehen willst, warum du in Veränderung manchmal anders handelst als geplant – und wie du wieder in deine Gestaltungskraft kommst: Hör gern rein. https://open.spotify.com/episode/12PrcX7YEWQuHkjQri4WAE?si=508fcb8661c44588

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert