Die HashtagKOON26 ist für mich das, was passiert, wenn man Konferenz, Klassentreffen, Community-Festival und einen Kindergeburtstag für Erwachsene miteinander kombiniert.
Hier treffen sich Menschen, die Workshops gestalten, Transformation begleiten, Organisationen entwickeln und gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben. Menschen, mit denen man sich das ganze Jahr online austauscht und die man dann endlich wieder oder zum ersten Mal persönlich trifft.
Meine Highlights:
Ko-Orientierungslauf: Ich liebe dieses Format, weil man in kürzester Zeit erstaunlich tief mit Menschen in Kontakt kommt. Dieses Mal durfte ich dank Jacob Chromy selbst eine Station hosten und war kurz etwas traurig nicht mitlaufen zu können. Und dann kam die Freude über die Begnungen und die Learnings aus den Gruppen beim Thema „Emotional Ruck Zuck“ – simpel und so tief. Über sieben Gruppen hinweg konnte ich beobachten, wie unterschiedlich Menschen Emotionen wahrnehmen, ausdrücken und interpretieren. Die neutrale Überraschung wurde von manchen positiv gelesen, von anderen negativ. Manche Emotionen wurden verstärkt, andere regelrecht verschluckt. Jede Gruppe wurde zu einer kleinen Forschungsreise.
Dies führte über in meine eigene Session: „Superpower Emotion – Gute Gefühle für Veränderung.“ Danke an Lena Müller und Theresa Oberstraß für den Support. Wir sprechen oft darüber, welche Emotionen Veränderung auslöst.
Die spannendere Frage lautet: Welche Emotionen braucht Veränderung eigentlich, damit sie gelingt? Gemeinsam haben wir Fußballfelder voller E-Motion entwickelt und die Schwarmintelligenz genutzt, wie wir in unserer Arbeit mehr angenehme Gefühle ermöglichen können.
Lernen, Staunen, FOMO
Danach ging es für mich weiter zu Judith Muster und Lukas Fütterer. Ihre Perspektiven auf Organisation, Führung und Strukturen haben wieder einmal gezeigt, dass viele Probleme, die wir Personen zuschreiben, eigentlich (ungelöste) Systemthemen sind. Inspiration, wenn auch in einem unidealen Setting.
Jan Kecks Session „Melting the Ice“ habe ich leider verpasst. Zum Glück liegt sein Buch bereits auf meinem Rechner und wir werden bald einen gemeinsamen Online-Abend haben.
Am Abend haben wir ko-operativ gespielt, gelacht, ausprobiert und wild wild getanzt.
Facilitation der Zukunft
Max Irmer nahm uns mit auf eine tolle Reise in die Zukunft der Facilitation. Besonders hängen geblieben ist bei mir die Idee, Übergänge noch bewusster zu gestalten. Bonbons und Lampe machen die Orientierung beim Zeitreisen leichter. Von vielen habe ich außerdem begeistert vom Energizer-Labor mit Jacob Chromy und Theresa Oberstraß gehört. KI-Themen waren ebenfalls inspirierend präsent. Leider konnte ich nicht alles erleben. Typisches KOON-Problem:
Zu viele gute Angebote. Zu wenig Zeit. Und der Gewinn, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die daran glaubt, dass Zusammenarbeit, gute Facilitation und viele menschliche Begegnungen, mit Menschen die Welt ein kleines Stück besser machen.