Vor allem unserem Gehirn.
Wenn wir über Veränderung sprechen, reden wir häufig über Strategien, Prozesse oder Kommunikation.
Viel seltener sprechen wir über die eigentliche Währung des Change:
💡 Energie.

Unser Gehirn verbraucht bereits im Ruhezustand rund 20 Prozent der gesamten Körperenergie. Und genau dieses Organ soll während einer Transformation plötzlich neue Routinen lernen, alte Gewohnheiten loslassen, Unsicherheit aushalten, Entscheidungen treffen und gleichzeitig kreativ bleiben.
Das ist neurobiologisch eine echte Höchstleistung.

Jede neue Verknüpfung zwischen Nervenzellen kostet Energie. Alte Denk- und Handlungsmuster zu verändern ebenfalls. Unser Gehirn arbeitet dabei nicht wie ein Muskel, den wir einfach stärker durchbluten können (da ist zufälligerweise eine Schädeldecke im Weg und Ausbreitung damit lebensgefährlich). Es verteilt die vorhandene Energie vielmehr ständig neu.

Die Folge?
Wenn Unsicherheit, Sorgen oder Angst viel Energie binden, bleibt für komplexes Denken weniger übrig.
Genau deshalb fällt es in Veränderungsprozessen oft schwer,
💡 kreativ zu sein,
💡 gute Entscheidungen zu treffen,
💡 klar zu priorisieren oder
💡 langfristig zu planen.
Das ist kein Zeichen mangelnder Motivation. Es ist Neurobiologie. 🧠

Um so mehr freue ich mich, dass wir bei vielen unserer Kunden Change- & Transformations-Prozesse inzwischen nicht nur organisatorisch, sondern auch mit Resilienzformaten begleiten. Initial und jetzt sogar auch über mehrere Monate während des Projektes. Wir stellen in mehreren Begleitungen bereits spürbar fest, dass Menschen leichter durch Veränderung gehen, wenn ihr Nervensystem Sicherheit erlebt und weiss, welche neuropsychologischen und emotionalen Reaktionen wann wie geschehen.

Was hilft pragmatisch im Führungsalltag?
🧠 Veränderungen und Vorhersehbarkeit zu koppeln.
🧠 Orientierung stetig wieder herzustellen.
🧠 Soziale Verbundenheit stärken, unser Gehirn und unser Nervensystem sind soziale Organe. Auch Vertrauen hilft viel.
🧠 Transparent kommunizieren.
🧠 Verstehen, was im eigenen Gehirn passiert. Allein dieses Wissen reduziert häufig bereits den empfundenen Stress.
🧠 Einbinden und Tun – das Antidot zu Unsicherheit.

Resilienz im Change bedeutet für mich deshalb nicht, mehr auszuhalten. Resilienz bedeutet, klug mit der begrenzten Energie unseres Gehirns umzugehen.

Wie erlebt ihr das in Veränderungsprozessen? Merkt ihr eher den organisatorischen Aufwand oder vor allem die mentale Erschöpfung?
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