Ich hätte nicht gedacht, wie viel Change-Resilienz-Formate mit Hauptaugenmerk auf emotionale Resilienz wir dieses Jahr entwickeln und grad begleiten würden. In den letzten Monaten begegnet mir bei ganz unterschiedlichen Kunden immer wieder dieselbe Frage: Wie schaffen wir es, Menschen nicht nur durch Transformation zu bringen, sondern sie so zu stärken, dass sie darin handlungsfähig bleiben?
Und dafür gibt es erstaunlich viele Formate, passend zu Kunden, Projekten, Teams (international bis kleine Begleitungsteams) und Herausforderungen.
Mal sind es kleine Neuro-Hacks und Mini-Impulse mitten im Projektalltag. Mal eine Stunde zwischendurch. Mal ein ganzer Workshop. Mal längere Deep Dives.
Und sogar eine ganze Lernreise, die Projekte über Monate wiederkehrend begleitet.
Und es funktioniert. Es finden immer noch nicht alle Veränderungen toll 😉 .
Wir können den Change auch nicht „wegatmen“ (obwohl bewusstes Atmen für Emotionsregulation hilft). Menschen verstehen allerdings besser, was eigentlich gerade mit ihnen passiert.
Unser Gehirn versucht permanent vorherzusagen, was als Nächstes geschieht. Veränderung produziert zwangsläufig Abweichungen von diesen Erwartungen und damit Irritation. Reflexion über Fragen helfen, etwa:
🧠 Was genau stresst mich gerade? Und was will mir die Emotion sagen, was mir wichtig ist?
🧠 Welche Geschichte erzählt mein Gehirn über das, was passiert?
🧠 Welche Ressource fehlt mir?
🧠 Was brauche ich, um wieder handlungsfähig zu werden?
🧠 Und was ist der nächste kleine Schritt?
Stress kann auch Information darüber sein, dass unser bisheriges Modell nicht mehr passt oder uns gerade eine notwendige Ressource fehlt.
Und Emotionen sind dabei kein lästiges Nebenprodukt des Changes. Sie liefern Informationen über das, was für uns gerade relevant und wichtig ist, und setzen uns in Bewegung.
Genau deshalb kombiniere ich in diesen Programmen Change, Neuropsychologie, Emotionsarbeit und Resilienz – wissenschaftlich fundiert, und gleichzeitig so pragmatisch, dass die Neurohacks und Tools sofort funktionieren.
Wir sollten Menschen nicht resilient machen, damit sie mehr Change aushalten (bitte nicht!). Dennoch können wir Menschen stärken, damit sie im Change mehr verstehen, mehr regulieren und mehr gestalten können.
Und gleichzeitig müssen wir natürlich weiterhin auf die Organisation schauen: auf Strukturen, Führung, Kommunikation und auf die Dinge, die tatsächlich verändert werden müssen. Resilienz darf niemals bedeuten: „Die Umstände bleiben schwierig, lernt einfach besser damit umzugehen!“
Verändert, was ihr verändern könnt. Und stärkt euch für das, was sich nicht vermeiden lässt. Wir merken seit einiger Zeit, dass genau diese Kombination in Transformationen unglaublich viel bewegen kann.
Welche Erfahrungen macht ihr damit? Gehört Resilienz für euch inzwischen ganz selbstverständlich in die Change-Begleitung oder laufen diese beiden Themen in euren Organisationen noch getrennt voneinander?