Ich halte hier ein Zertifikat in der Hand. Ein Probedruck. Für meine eigene Ausbildung. 😊 Und ja, ich habe sie geleitet, nicht daran teilgenommen. Ich freue mich wirklich darüber. Grad gestern hab ich mich mit einer Kollegin ausgetauscht: „Wie weise ich eigentlich Expertise nach (wenn gefordert), wenn ich selbst in dem Thema andere ausbilde?“
Dieses Papier weist „50 Stunden Embodiment im Coaching“ nach. Allein in die Vorbereitung sind meinerseits eher 300-400 Stunden in die Ausbildung geflossen: 180 Seiten Handbuch geschrieben, Bücher verschlungen, aktuelle Studien ausgewertet, komplette Sequenzen für Emotionsyoga neu entwickelt und getestet, knapp 20 Stunden Rohmaterial gefilmt, die vielen tollen Menschen um uns herum haben ebenfalls so viel Arbeit reingesteckt. Tage der Konzeption, Iteration und Sparring, unter anderem mit Dr. Dirk W. Eilert. Von den mittlerweile 36 kumulierten Jahren an Erfahrung im Yoga und Coaching, diverse Ausbildungen und noch viel mehr Praxis mit Klient:innen ganz zu schweigen.
Wir bewegen uns da in einem klassischen Spannungsfeld: formale Nachweise und echte Erfahrung.
Zertifikate geben Orientierung, schaffen Vergleichbarkeit, öffnen Türen. Oft werden sie meiner Erfahrung grad in Ausschreibungen öffentlicher und halböffentlicher Organisationen gefordert. Und gleichzeitig erzählen sie nur einen sehr kleinen Teil der Geschichte. Tiefe entsteht nicht in Stundenangaben. Sie entsteht im Dranbleiben, im Ausprobieren, im Scheitern, im Iterieren im echten Leben.
Und was mich jedes Mal wieder begeistert (und definitiv mindestens „50 Stunden wert“ sind): Wie viel ich selbst als Ausbilderin und Trainerin immer wieder von meinen Teilnehmenden lerne. Manche Worte und Sprüche vergesse ich wohl nicht mehr in meinem Leben aus so manchen Führungskommunikationsseminar.
Diesmal waren beeindruckende Momente:
💫 wenn Teilnehmende Embodiment von Yoga in Qigong oder sogar Kampfsport übersetzen
💫 wenn wir gemeinsam eintauchen in Themen wie Embodiment in Trauerprozessen
💫 wenn neue Ideen entstehen und diese zu unverhoffter Tiefe führen
💫 wenn Wissen plötzlich im eigenen Kontext lebendig wird und von erfahrenden Coaches so in die Welt getragen werden, dass es sie wirklich bereichert.
Diese Momente stehen auf keinem Zertifikat. Und genau sie machen den Unterschied.
Ich behalte diesen Probedruck also. Mit einem Augenzwinkern. Und mit echtem Stolz. Weil er mich daran erinnert, dass Lernen nie aufhört und dass die eigentliche Expertise oft zwischen den Zeilen entsteht.
Wie gehst du damit um: Was wiegt für dich mehr, der formale Nachweis oder die gelebte Erfahrung?
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