Als Organisationsentwicklerin und Coach mit Kommunikations- und Hypno-Hintergrund kann ich es nicht oft genug sagen: Sprache wirkt. Immer.
🛠️ Gerade in Führung und Veränderung ist sie ein sehr mächtiges Tool.
„Mach dir keine Sorgen.“
Klingt fürs Gegenüber erstmal beruhigend. Ist es aber nicht.
Denn unser Gehirn streicht Negationen wie „kein“ oder „nicht“ oft einfach weg. Zurück bleibt nur das Bild: Sorgen, Sorgen, Sorgen.
🧠 Das ist Neuropsychologie pur. Unser Gehirn denkt in Bildern. Worte werden neuronale Filme. Und die lösen Emotionen aus, wirken auf unser Verhalten – und damit auf den Arbeitsalltag und eben auch auf das Gelingen eines Veränderungsprojekts oder eines Transformationsvorhabens.
☀️ Deshalb mein Hack: Fokus auf das Positive. ☀️
Statt „Mach dir keine Sorgen“ lieber: „Ich bin da, falls Fragen auftauchen.“
Hier kommt gleich der zweite Trick: Wenn wir negative Formulierungen nutzen, dann verknüpfen wir sie mit etwas Leichtem oder Positivem.
Statt „Das wird schwer“ lieber: „Das wird sicher nicht leicht…“ (leicht, leicht, leicht klingt dann nach). Vielleicht ergänzt um: „…und genau deshalb gehen wir es Schritt für Schritt an.“
Meine Lieblings-Anekdote aus dem Familienalltag:
Mein Mann ruft einem der Jungs hinterher: „Vergiss den Turnbeutel nicht!“
Und ich? Drehe es natürlich sofort um: „Denk an den Turnbeutel – wenn du aus dem Klassenzimmer gehst!“ (Auf das genervte Gesicht von meinem Mann, dass ich in so einer Situation aus seiner Sicht dann das letzte Wort haben will, gehen wir hier lieber nicht ein ❤️ 😘 😂 . Das „wenn du den Ort wechselst“ hat den neuropsychologischen Effekt, dass die Erinnerung auch noch mit einem zeitlichen und räumlichen Anker verknüpft wird, also noch mehr Wahrscheinlichkeit fürs Gelingen).
„Vergessen“ ist also ein No-Go-Wort. Es suggeriert genau das Bild, das wir vermeiden wollen: ein Kind, das ohne Turnbeutel dasteht.
Und genauso funktioniert es auch in der Führung. Wenn du sagst:
„Nicht vergessen, das Dokument hochzuladen.“ → bleibt hängen: „Vergessen.“
Besser: „Denk daran, das Dokument gleich hochzuladen.“
Sprich das an, was du willst – nicht das, was du vermeiden möchtest. Das schafft Sicherheit, Orientierung und Zugehörigkeit. Drei psychologische Grundpfeiler, die in jeder Transformation zählen.
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