Was Harry Potter und ein tanzender Typ in Unterhosen über Leadership lehren
Diese Woche waren Florian und ich mit unserem Teen in den Harry-Potter-Studios nahe London. Zwischen Zauberstäben, Triwizard Tournament und Butterbier bin ich sofort an dem folgenden Zitat von J.K. Rowling am Eingang hängen geblieben:
„No story lives unless someone wants to listen.“
Gleich darauf ploppte dazu ein anderes Bild in meinem Kopf auf:
Derek Sivers’ TED-Talk über eine Bewegung, die mit einem tanzenden Einzelnen beginnt – und erst durch den Mut eines ersten Followers zu einer Bewegung wird (Videolink in den Kommentaren, das Video zeig ich immer mal wieder gern in unseren Führungskräftetrainings).
💡Führung ist keine One-Man-Show. Sie entsteht im Zusammenspiel.
Nicht der Erste ist der Held, sondern der Erste, der folgt UND andere ermutigt, mitzumachen. In Organisationen sehen wir oft das Gegenteil:
Alle reden von Leadership, doch kaum jemand spricht über Followership.
Dabei braucht jede Führung tragfähige Beziehungen, Vertrauen und die Bereitschaft, sich einzulassen. Denn nur, wenn Menschen folgen wollen, wird aus Richtung echte Bewegung.
(Da gibt es übrigens auch Mega-Impact-Übungen zu, die sprengen hier aber die Zeichenzahl, teile ich irgendwann mal).
In meiner Arbeit mit Führungskräften frage ich gern:
🔍 Wann bist du zuletzt jemandem bewusst gefolgt? Was brauchst du dazu?
Grad in Entscheidungs- oder auch Konfliktsituationen ein Game Changer (auch hier wieder “Entscheidungen ohne Grund” von Klaus Eidenschink als Buchtipp 📘)
Denn: Wer führen will, sollte selbst auch folgen können. Bewusst. Unterstützend.
Darin liegt oft der Schlüssel zu gemeinsamer Bewegung und echter Wertschöpfung im Unternehmen.
🪄Ob Magie, Veränderungen oder Leadership-Kommunikation:
Es braucht Geschichten UND Menschen, die zuhören (oder lesen), mitgehen und sie weitertragen. Wer sind diese für dich als Führungskraft?
➡️ Was bedeutet für dich Followership in der heutigen Arbeitswelt? Oder gibt es eine Führungskraft, der du gern gefolgt bist – und warum?