Ein warmer Sommerabend an der Ostsee. Das Wasser glitzert wie flüssiges Silber, die Wellen sind weich und warm, die Sonne spielt Farbenrauschen am Himmel.
Ich tauche ein – und bin ganz da. Im Moment. Im Staunen.

Ehrfurcht.

Für mich eine der wirkungsvollsten und stärkendsten Emotionen überhaupt. Seit dem wundervollen Buch von Dacher Keltner „Awe“ ( 📕 Buchempfehlung, auch als Hörbuch) und meinen Ausbildungen zur integrativen emTrace-Emotionscoach suche ich bewusst täglich nach kleinen und großen Ehrfurchtsmomenten. Insbesondere im Urlaub liebe ich es, sie bewusst zu schaffen.

Und seit ich als Kind oft im Juli oder August abends um halb neun / neun zum Sonnenuntergang am eigenen Strandabschnitt des Versuchsbauernhofs der Uni Kiel (mein Urgroßvater war dort Professor für Agrarwissenschaften und der Bauernhof unsere Sommerflucht) im silber-goldenen Wasser der Eckernförder Bucht mutig bis zur ersten Sandbank geschwommen bin, baue ich so oft wie möglich ehrfurchtserweckende Abendsschwimmrunden in Ostseesommerurlaube ein. Und stecke (wie man im Foto sieht) meine Kids gleich mit an. Wir sind jeden Abend runter ans Wasser.

Diese kleinen „Awe-Momente“ sind mentale Medizin.
Und laut neuester Forschung (Monroy et al, 2025) hochwirksam, sie…
🌊 reduzieren Stress, depressive Symptome und sogar körperliche Beschwerden
🌊 stärken Zugehörigkeit, Sinn, Demut
🌊 fördern Empathie, Vertrauen, Offenheit

Besonders kraftvoll wirkt Ehrfurcht als transformative Emotion in Zeiten von Unsicherheit oder Veränderung.

In Führungstrainings und teils Coachings lade ich Menschen bewusst zu Ehrfurchts-Momenten ein:
✨ Ein gemeinsamer Spaziergang in der Natur für 1:1 Reflexionsgespräche
✨ Ein bewusstes Innehalten mit inspirierenden Bildern (einige hab ich in meinem eigenen Kartenset untergebracht)
✨ Eine Reflexion über das, was wirklich groß ist, inspiriert und ein „Wow“ hervorruft.

Denn: Wer selbst Ehrfurcht erlebt, führt anders. Vielleicht sinnorientierter. Bestimmt resilienter. Auf jeden Fall verbundener.
Awe schafft Perspektivwechsel – weg vom Ego, hin zum Wir. Genau das, was wir im Change brauchen. Teilweise schauen wir sogar im Change Canvas in der Planung, wie wir mehr angenehme Emotionen bewusst schaffen können.

Wie schaffst du dir Räume zum Staunen? Im Alltag und im Urlaub?
Welche Orte oder Bilder öffnen dein Herz – und deinen Blick? Ich freue mich über eine Kommentarspalte voller Ehrfurchtsimpressionen, wenn ihr Eure teilen mögt.

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