Ein Satz, der psychologische Sicherheit und damit Kultur verändert.
Gestern Abend. Lesung von Karin Lausch zu ihrem neuen Buch „Feel Safe. Be Brave.“
Brillant moderiert von Jule Jankowski.
Und ich mit dem Buch in der Tasche, erst wenige Stunden bei mir, natürlich direkt vorher noch ins Veränderungskapitel reingeschaut (handfeste Tipps garantiert).
Was hängen geblieben ist von gestern Abend, wirkt nach. Tief. Und sehr relevant für Führung, Change und Zusammenarbeit.
Ein paar Gedanken von der Bühne, die mich besonders beschäftigt haben:
🟡 Psychologische Sicherheit ist kein Kuschelthema.
Zu netter Umgang kann ein Hinweis auf fehlende psychologische Sicherheit sein.
Wenn niemand widerspricht, fehlt oft nicht Harmonie, sondern Mut. Oder zuerst Sicherheit.
🟡 Ruinöse Empathie
Empathie, die Konflikte vermeidet, schützt kurzfristig Beziehungen und schadet langfristig Leistung, Entwicklung und Vertrauen.
🟡 Sicherheit kommt vor Mut. Immer.
Erst wenn Menschen sich sicher fühlen, können sie lernen, challengen, widersprechen, Verantwortung übernehmen.
Nicht umgekehrt.
🟡 Die altbekannten Phasen psychologischer Sicherheit
Von sozialer Integration bis zum offenen Challengen. Ergänzt durch einen spannenden neuen Rahmen von Karin:
☀️ Die 5 V der psychologischen Sicherheit:
1. Vereinbarung
2. Vertrauen
3. Verbindung
4. Verantwortung
5. Veränderung
🟡 Je höher die Ebene, desto unsicherer wird oft die Umgebung.
Ein Gedanke, den ich auch immer wieder so wahrnehme und öfter bestätigt bekomme, gerade mit Blick auf Führung, Macht und Erwartungen.
Und die berechtigte Frage:
Gibt es eigentlich einen „Gender Safety Gap“? (Kurzer Blick in zwei Studien nach der Veranstaltung: Ja, gibt es, Frauen erleben weniger psychologische Sicherheit).
🟡 Ein Satz als Anfang von allem:
„Danke, dass du mir das jetzt sagst.“ Nach kritischen Aussagen. Nicht bewerten. Nicht relativieren. Erst einmal Raum geben.
Neben all den Inhalten war es vor allem schön, Menschen wieder oder endlich persönlich zu treffen:
Danny Herzog-Braune, MBA (beide Podcastfolgen mit Karin sehr hörenswert: bei Good Work von Jule und bei paperwings von Danny, wer reinhören will vor dem Lesen), Daniela Kalmbach (meine „feel safe“-Kollegin und vor allem Freundin seit 13 Jahren), Katharina Krentz, René Fehrmann, Anna Schnell Nils Schnell 🌎💫 Michaela Stach…
und neue, spannende Begegnungen mit Eva Fischer & Andre Göttsche (Warteschlangenbegegnungen sind doch immer wieder magisch), Frank Rusko …
Solche Abende erinnern mich daran, warum wir über Sicherheit, Mut und Verantwortung nicht nur reden, sondern sie gestalten müssen, im Kleinen wie im Systemischen.
Was bedeutet psychologische Sicherheit für dich ganz konkret in deinem Arbeitsalltag?
Und woran merkst du, dass sie fehlt?
Ich geh dann mal weiterlesen. Es ist jetzt schon eine Hashtagbuchempfehlung 📕
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